Confessional Identity in the Swiss Reformation
Amy Nelson Burnett untersucht in diesem Band die Genese frĂŒhreformierter Theologie und die Ausbildung konfessioneller IdentitĂ€t innerhalb der Alten Eidgenossenschaft aus zwei komplementĂ€ren Perspektiven. Die AufsĂ€tze des ersten Teils widmen sich der Abendmahlsdebatte der 1520er Jahre, die die evangelische Bewegung tiefgreifend spaltete und den Weg zur Ausbildung der lutherischen und reformierten Konfessionen ebnete. Im Mittelpunkt stehen sowohl die verschiedenen Akteure dieser Auseinandersetzung als auch die zugrunde liegenden Fragen nach der maĂgeblichen Schriftauslegung und der Bedeutung patristischer AutoritĂ€ten. Im zweiten Teil wird der Blick auf die Reformation in Basel gerichtet: von der offiziellen Abkehr von der pĂ€pstlichen Kirche im Jahr 1529 bis zum Sieg der reformierten Orthodoxie am Ende des 16. Jahrhunderts. Besondere Aufmerksamkeit gilt den theologischen Impulsen von Johannes Oekolampad und Martin Bucer, die exemplarisch fĂŒr die Vielfalt der frĂŒhen reformierten Bewegung stehen. Amy Nelson Burnett macht deutlich, dass die Ausbildung reformierter Theologie nicht allein in ZĂŒrich oder Genf stattfand, sondern von einem weit verzweigten intellektuellen Netzwerk getragen wurde.
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Confessional Identity in the Swiss Reformation
Amy Nelson Burnett untersucht in diesem Band die Genese frĂŒhreformierter Theologie und die Ausbildung konfessioneller IdentitĂ€t innerhalb der Alten Eidgenossenschaft aus zwei komplementĂ€ren Perspektiven. Die AufsĂ€tze des ersten Teils widmen sich der Abendmahlsdebatte der 1520er Jahre, die die evangelische Bewegung tiefgreifend spaltete und den Weg zur Ausbildung der lutherischen und reformierten Konfessionen ebnete. Im Mittelpunkt stehen sowohl die verschiedenen Akteure dieser Auseinandersetzung als auch die zugrunde liegenden Fragen nach der maĂgeblichen Schriftauslegung und der Bedeutung patristischer AutoritĂ€ten. Im zweiten Teil wird der Blick auf die Reformation in Basel gerichtet: von der offiziellen Abkehr von der pĂ€pstlichen Kirche im Jahr 1529 bis zum Sieg der reformierten Orthodoxie am Ende des 16. Jahrhunderts. Besondere Aufmerksamkeit gilt den theologischen Impulsen von Johannes Oekolampad und Martin Bucer, die exemplarisch fĂŒr die Vielfalt der frĂŒhen reformierten Bewegung stehen. Amy Nelson Burnett macht deutlich, dass die Ausbildung reformierter Theologie nicht allein in ZĂŒrich oder Genf stattfand, sondern von einem weit verzweigten intellektuellen Netzwerk getragen wurde.
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Amy Nelson Burnett untersucht in diesem Band die Genese frĂŒhreformierter Theologie und die Ausbildung konfessioneller IdentitĂ€t innerhalb der Alten Eidgenossenschaft aus zwei komplementĂ€ren Perspektiven. Die AufsĂ€tze des ersten Teils widmen sich der Abendmahlsdebatte der 1520er Jahre, die die evangelische Bewegung tiefgreifend spaltete und den Weg zur Ausbildung der lutherischen und reformierten Konfessionen ebnete. Im Mittelpunkt stehen sowohl die verschiedenen Akteure dieser Auseinandersetzung als auch die zugrunde liegenden Fragen nach der maĂgeblichen Schriftauslegung und der Bedeutung patristischer AutoritĂ€ten. Im zweiten Teil wird der Blick auf die Reformation in Basel gerichtet: von der offiziellen Abkehr von der pĂ€pstlichen Kirche im Jahr 1529 bis zum Sieg der reformierten Orthodoxie am Ende des 16. Jahrhunderts. Besondere Aufmerksamkeit gilt den theologischen Impulsen von Johannes Oekolampad und Martin Bucer, die exemplarisch fĂŒr die Vielfalt der frĂŒhen reformierten Bewegung stehen. Amy Nelson Burnett macht deutlich, dass die Ausbildung reformierter Theologie nicht allein in ZĂŒrich oder Genf stattfand, sondern von einem weit verzweigten intellektuellen Netzwerk getragen wurde.








